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Und wieder lockte der Harz.

by Wolfgang Tank posted on 19.06.2010 11:20 last modified 21.06.2010 13:44 —

Vom 11.6. bis 13.6. waren wir mal wieder auf ein MTB-Wochenende im Harz. Diesmal waren wir in Hahnenklee und haben als Vorbereitung auf den anstehenden Alpencross kräftig Höhenmeter gemacht.

Es fing etwas unglücklich an. Wir hatten in Altenau den Quellenhof gebucht. Mitte Mai erhielt ich dann einen lapidaren Brief, dass man unsere Buchung nicht mehr aufrecht erhalten kann, weil der Quellenhof geschlossen wird (im übrigen findet man dazu bis heute nichts auf deren Website), und das alles ohne Empfehlung für ein Ausweichquartier. Frechheit. Also musste ich für immerhin 15 Personen auf die Suche nach einem neuen Quartier gehen. Glückliche Fügung: Mit dem Hotel Njord in Hahnenklee haben wir einen wohl mehr als adäquaten Ersatz gefunden. Um es vorweg zusagen, wir waren alle begeistert und haben gleich für nächstes Jahr wieder vorreserviert. Aber der Reihe nach:

 

Die diesjährige mittlerweile 3. Harztour stand im Zeichen unserer Alpencross-Vorbereitung. Es waren alle Alpencrossfahrer begleitet von 2 x Thomas und Jörg mit an Bord. Hoch motiviert waren wir also mit der stattlichen Zahl von 10 Fahrern on Tour, was schon gar nicht mehr so leicht zusammenzuhalten ist, zumal wenn man das ganze durchaus auch unter sportlichen Aspekten angeht.

Begonnen haben wir Freitagabend mit einer 25km Sieben-Teiche-Tour zum Warm-Up bei ca. 700hm. Bei bestem Wetter haben wir die locker absolviert und dabei gleich zu Anfang den Aufstieg zum  Blocksberg gefahren, der unseren Puls schnell hoch schnellen ließ. Etwas getrieben von dem für 20.30 Uhr geplanten Sektempfang anläßlich des runden Geburtstages meiner lieben Ingrid (ach ja, ich hatte ja auch) waren wir dann gegen 20.00 Uhr nach ca. 2 Stunden Fahrt wieder drin.

Am Samstag stand dann die erweiterte schwere Himmel-und-Hölle-Tour auf dem Programm. Bei permanentem leichten Nieselregen war das nun wirklich kein Vergnügen. Aber auch deutliche Leistungsunterschiede in der Gruppe traten zu Tage. Um bei dem schlechten Wetter nicht zusätzliche Bremser zu sein, beschlossen die beiden "Thomase" und ich die Route zu verkürzen und es bei 50km und gut 1200hm zu belassen und dabei lieber nochmal schön in ein Cafe einzukehren. Die anderen angeführt von Michael, Nils und Ralf sind 25km weiter gefahren und kamen so auf ca. 1800hm. Auf jeden Fall hatten wir uns die anschließende Sauna redlich verdient.

Unsere Frauen um Anja, Anne, Brigitte, Dagmar und Ingrid waren in der Zwischenzeit auch aktiv (und nicht nur im Wellnessbereich)  und haben den Bocksberg erwandert und dabei ein MTB-Downhill-Cuprennen bewundert, das gerade in Hahneklee stattfand. Na ja nicht ganz unsere Preisklasse, dass haben wir gleich ausgelassen.

Nach gutem auswärtigen Essen (die Portionen im Njord waren für ausgehungerte MTBler nach Verbrauch von ca. 4000-5000kcal doch etwas zu klein, auch wenn das Essen qualitativ wirklich ganz toll war) haben wir den Abend beim WM-Spiel England-USA im Kaminzimmer ausklingen lassen, während Ralf und Michael in der Bibliothek noch etwas an der Route für den Sonntag gefeilt haben.

Hier sind wir nach gutem Frühstück bei mittlerweile trockenem aber kaltem Wetter gen Osten auf eine nochmals 55km lange Runde mit abermals 1200hm gegangen, die uns zunächst auf den Schalke (ja der heißt so) geführt hat. Hier musste leider Daniel passen. Seine Befürchtung, die Sattelstütze seines neuen "Stumpis" könne zu kurz sein, hat sich leider bewahrheitet und dazu geführt, dass sein Knie gereizt wurde und er deshalb vorsorglich abgebrochen hat. Meine Form war deutlch besser als am Tag zuvor und ich konnte das Tempo mühelos mitgehen. Über Altenau und Clausthal-Zellerfeld ging es zurück nach Hanhenklee - etwas aufgehalten durch einen Defekt bei Matthias, der noch einen Schlauch wechseln musste.

Pünktlich mit der Wiederankunft in Hahnenklee kam auch die Sonne wieder raus, so dass wir unsere Tour auf der Terasse vom Njord bei Kaffee und Kuchen ausklingen lassen konnten, bevor wir uns dann auf den Rückweg nach Hause gemacht haben, um pünktlich zum Anpfiff des ersten deutschen WM-Spiels wieder in Klecken zu sein.

Fazit: Unsere diesjährige Tour war abermals eine rundum gelungene harmonische Sache, die aufgrund des tollen Hotels auch bei unserem "Begleitpersonal" bestens angekommen ist. Wir kommen wieder.

Bis dahin

Euer Wolfgang